Schuppenflechte

Die Schuppenflechte, auch Psoriasis genannt, ist eine erbliche Hautkrankheit, die sich vor allem in Form von stark schuppenden punktförmigen bis Handteller großen Hautstellen äußert oder auch rötlich gefärbte Schuppen. Oft bleibt sie über einen langen Zeitraum verborgen und wird dann durch bestimmte auslösende Faktoren begünstigt und aktiviert. Dazu zählen z.B. unspezifische mechanische Reize der Haut (Verletzungen, Reibungen, Sonnenbrände), bestimmte Medikamente, Injektionen, Stoffwechselstörungen, Stresseinwirkungen und Alkohol.

 

Schuppenflechte – was ist das?

Bei der Psoriasis handelt es sich um eine autoimmune Erkrankung, also eine Erkrankung bei der das Immunsystem gegen körpereigenes Gewebe vorgeht. Neben der Haut sind bei einigen Formen der Psoriasis die Gelenke befallen, in der Regel zeigt sich die erst Manifestation der Erkrankung durch einen kräftigen Schub, meist mit kleinen Flecken am ganzen Körper. Im weiteren Verlauf kommt es dann aufgrund eines deutlich beschleunigten Neuaufbaus der Hautzellen zu einer vermehrten Ansammlung von überschüssigen Hautzellen, die an der Oberfläche absterben und sich als silbrig glänzende Schicht darstellen. Typischerweise sind dann insbesondere die Ellenbogen, die Knie sowie die Kopfhaut unter den Haaren betroffen – Jedoch auch die Fingerknöchel, Bereiche des Ohres und die Steißpartie. Neben dem starken Juckreiz der oft sehr störend sein kann, kommt es wie schon oben erwähnt bei einem Teil der Patienten zu einem Befall der Gelenke, was zu Schmerzen und Bewegungsbeeinträchtigungen führen kann. Auch die psychische Belastung der betroffenen Patienten ist nicht zu unterschätzen.

Typ 1 – Psoriasis: tritt auf zwischen dem zwanzigsten und dreißigsten Lebensjahr

Typ 2 – Psoriasis: tritt ab dem vierzigsten Lebensjahr auf

Es sind allerdings auch Fälle bekannt, wo die Schuppenflechte bereits in der Pubertät oder zu anderen Zeitpunkten in Erscheinung tritt.

Therapie

Zurzeit ist die Therapie der Psoriasis primär auf die Behandlung der Symptome ausgerichtet, da wirksame Medikamente zur Heilung nicht verfügbar sind. Wichtig ist, dass auch in einer symptomlosen Phase der Erkrankung stets entsprechend geeignete Präparate wie rückfettende Seifen oder Cremes angewandt werden. Präparate mit Duftstoffen oder anderen Zusätzen sind möglichst zu meiden.

Neben Präparaten wie Harnstoff (Urea pura) wird für die Pflege als Beigabe in Ölen, Cremes oder Salben z.B. auch Salizylsäure zum lösen der Hautschuppen verwendet. Gleichzeitig entfaltet der Stoff eine entzündungshemmende Wirkung. Neben Kortison- und Vitamin D – Präparaten kann zur äußerlichen Anwendung Dithranol (=Zignolin) zum Einsatz kommen. Auch zur innerlichen Behandlung wird Kortison eingesetzt, wie auch andere Medikamenten z.B. Methotrexat (MTX), Furmasäure oder immunologisch wirksame Substanzen, dies sind sogenannte monoklonale Antikörper. Ihr Arzt findet natürlich gemeinsam mit Ihnen die für Sie am besten geeignetste medikamentöse Einstellung.

Durch Bade- und Lichttherapien kann zu dem eine rasche und wirksame Besserung der Symptome erzielt werden. Hier werden unter anderem UV-Bestrahlungen, Solebadetherapien oder Kombinationen dieser beiden Therapieformen eingesetzt. Auch unter Anwendung der Elektrotherapie, bei der ein schwach dosierter Strom über die betroffenen Hautareale geleitet wird, führt zu einer deutlichen Verbessrung der Symptome.

In den wenigen Fällen in denen Psoriasis im Zusammenhang mit einer Zöliakie auftritt, kann auch der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel, die den Stoff Gluten enthalten eine Linderung der Symptome erzielt werden.

 

Wir beraten Sie selbstverständlich umfassend und individuell und finden gemeinsam mit Ihnen das beste Pflege- und Therapiekonzept für Ihre Erkrankung.